Kirche St. Elisabeth in Rockhausen

Ichtershausen

Rockhausen

Der Ort wurde am 16. Januar 1194 im Mainzer Urkundenbuch unter dem Namen „Rockhusen“ erstmals genannt und ist damit genau so alt wie der der adligen Familien von Rockhausen. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte die Schreibweise mehrfach: 1257 Rockhusen, 1259 Rochhusin, 1277 Rogehusen, ab 1302 Ruchhusen, 1309 Rochusin und um 1506 Roghusen. Die Herkunft des Ortsnamens ist nicht gesichert – vermutlich war der Ort eine von den Franken angelegte Siedlung, die zu einem System von Wachstationen gehörte. Nach der ältesten urkundlichen Form könnte der Name von den Rugiern abgeleitet sein – nach seiner Namensendung „-hausen“ wäre Rughusen altfränkisches Königsgut gewesen, was darauf hindeutet, dass die Franken ostgermanische Rugier hier ansässig gemacht haben.

Der Hauptanteil des heutigen Gebietes des Ilm-Kreises gehörte ursprünglich zum Besitz der Grafen von Kevernburg und war später als eine Enklave der Grafen von Schwarzburg dem Amt Arnstadt zugehörig.

Wasserburg und Freigut

Die Adelsfamilie von Rockhausen saß auf einer vor 1240 errichteten Wasserburg, dem heutigen „Freigut“, das sich noch an der Nordwestseite des Dorfes befindet. Die räumliche Ausdehnung der Anlage konnte damals höchstens Raum für eine Familie geboten haben, wenn man den kreisförmigen Platz innerhalb des umschließenden Wassergrabens mit etwa 15 Metern im Durchmesser einschätzt. 1851 wurde das Freigut neu errichtet. Es besitzt noch heute Spuren eines bewässerten Schutzgrabens, welcher von einem vorbeifließenden Bache gespeist wird.

Von der Wasserburg, deren Nachfolgebau heute als Privathaus genutzt wird, sind nur geringe niedrige Mauerreste übrig geblieben. Im Ort gibt es noch stattliche Höfe, darunter der Pfarrhof – heute Evangelisches Kirchenzentrum.

Kirche St. Elisabeth

Die heutige Kirche ist ein Neubau von 1690, deren Patron das Haus Schwarzburg zu Arnstadt war. Sie steht unter Denkmalschutz.